Die Volleyballabteilung wurde als jüngste Abteilung des TuRa Freienohl am 30. November 1972 im Gasthaus Hellmann gegründet. Aus einer Interessengemeinschaft, die Freude an der nun immer attraktiver wer­denden Sportart hatte, baute man in den Jahren 1973/74 unter der Leitung von Trainer Badra Slouma eine Damen- und eine Herrenmannschaft auf.

Rechtzeitig zum Saisonstart 1975/76 trat die neue Abteilung dem Westdeutschen Volleyballverband bei. Regelmäßiges Training wirkte sich sehr schnell positiv auf die Spielstärke der Mannschaften aus. Die Herrenmannschaft wurde auf Anhieb Kreisligameister. Ähnlich erfolgreich startete die Damen­mannschaft. Sie erkämpfte sich in ihrer ersten Saison einen nie erwarteten zweiten Platz in der Kreisliga Sauerland.

Mit großen Personalproblemen hatte die Herrenmannschaft in den folgenden Jahren zu kämpfen. Die Ableistung des Wehrdienstes und zu große Entfernungen von den Studienorten ließen eine kontinui­erliche Aufbauarbeit nicht mehr zu. So entschloß man sich, befreundete Akteure aus Sundern nach Freienohl zu holen.

Mit diesen Verstärkungen errang man sofort den zweiten Platz in der Bezirks­klasse Sauerland und siegte gleichzeitig im Hochsauerlandkreispokal (1981). Die Damenmannschaft spielte in den Jahren 1976 bis 1980 ständig um den Aufstieg mit.

Zunächst blieb aber der ganz große Erfolg aus. In den entscheidenden Spielen unter­lagen die Damen dem TuS Sundern. In diesen Jahren war zudem ein großes „Kommen" und „Gehen" zu verzeichnen. Sehr erfahrene Spielerinnen beendeten ihre Laufbahn. Die Neuzugänge konnten diese Ausfälle nie ganz ersetzen. Bei den Herren verließen die Spieler aus Sundern wieder den Verein. Damit fiel zunächst die erfolgreiche Herrenmann­schaft auseinander. Nun begann die große Zeit der Volleyballdamen in Freienohl.

Zum Saisonstart 1983/84 meldete die Volleyballabteilung zum ersten Mal zwei Damenmannschaften. Die gute Aufbauarbeit von Petra Duffek zahlte sich nunmehr aus. Leider verließ Petra Duffek die Abteilung und entschied sich für den Handballsport. Neuer Trainer der Damen- und Herren­mannschaften wurde Dr. Heiko Brüsch. Die erste Damenmannschaft errang in dieser Zeit ohne Satzverlust die Kreisliga­meisterschaft. Die Herren wurden dritter, und die zweite Mannschaft schaffte auf Anhieb den Vizemeister in der Kreisklasse. Leider hörte Dr. Brüsch aus persönlichen Gründen als Trainer auf. Michael Feldmann stellte sich als neuer Trainer zur Verfügung. Die erste Damenmannschaft versuchte nun, verstärkt durch einige Rückkehre­rinnen, auch in der Bezirksklasse Sauer­land zu bestehen. Der Erfolg in der neuen Klasse überstieg die Erwartungen erheblich.

Es wurde überhaupt die beste Saison für die Volleyballabteilung seit ihrem Bestehen. Nicht nur die Herrenmannschaft, in der Besetzung Josef Schneider, Heiko Brüsch, Dietmar Werner, Klaus Albers, Stefan Pieper, Christian Stang, Markus Löser, Reiner Schwens, Martin Klute und Michael Feldmann, erreichte den Auf­stieg in die Bezirksklasse, sondern auch die zweite Damenmannschaft (Birigt Göddecke, Birgit Scholz, Heide Fons, Claudia Kossmann, Carola Schulz, Ulla Knohr, Ute Göckeler, Marion Röllecke und Ulrike Borgmann) stieg in die Kreisliga Sauerland auf.

Der Höhepunkt war aber die Bezirksklas­senmeisterschaft der ersten Damenmann­schaft. Birgit Albers, Antje Geissler, Birgit Gierse, Heike Gierse, Silvia Müller, Christa Mütherich, Annette Struwe, Stefanie Toenne und Elisabeth Weber standen im sieg­reichen Team. In dieser Aufstiegssaison wurden renom­mierte Mannschaften, wie TV Neheim, TSV Bigge-Olsberg, SU Witten-Annen (Volley­balleistungszentrum im Westdeutschen Volleyball-Verband), TuS Iserlohn und der TSV Hagen deutlich geschlagen.

Die Bezirksklassenmeisterschaft bedeu­tete den Aufstieg in die Landesliga. Die erste Damenmannschaft schaffte zusätzlich in dieser Saison den Hochsauer­landkreispokal und vertrat damit das Sauerland auf Bezirksebene. TuRa Freienohl stellte nun die erfol­greichste Damenvolleyballmannschaft des Sauerlandes. Auch in der Landesliga erreichten die Damen beachtliche Erfolge. Ein sechster Platz reichte sportlich zum Klassenerhalt.

Aufgrund ungünstiger Trainingszeiten litt die Aufbauarbeit im Jugendbereich. Eine wesentliche Forderung des Westdeutschen Volleyball-Verbandes wurde somit nicht erfüllt. Es folgte die Rückstufung in die Bezirkskliga. Berufliche Gründe zwangen zudem einige Spielerinnen zur Aufgabe des Volleyball­sports. Das erfolgreiche Team der Damen brach auseinander. So kam es, daß sich die „Restmannschaft" mit den Volleyballdamen des SSV Meschede zusammenschloß, um über­haupt weiter Volleyball spielen zu können.

Der Mescheder Sportlehrer Michael Plett übernahm die Trainingsleitung. Leider schaffte die neuformierte Mann­schaft den Klassenerhalt in der Bezirksliga nicht. In der Saison 1984 erreichte die Herrenmannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga. Der Abstieg war allerdings vorprogram­miert. In der neuen Klasse wurden Spiele aufgrund erheblicher Personalprobleme verloren.

Im Spieljahr 1985/86 versuchte die Mann­schaft den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Die Saison begann vielversprechend. So stand die Mannschaft nach sechs absolvierten Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Im entscheidenden Spiel gab man jedoch beide Punkte ab und schaffte somit den Aufstieg nicht.

Sportlich erfolgreich war man besonders in den 80er Jahren, wo beide Mannschaften in der Landesliga unm Punkte kämpften. Ein Auf und Ab begleitet durch schwierige Bedingungen im Trainingsbetrieb die Abteilung. Fehlende Möglichkeiten sich intensiv um eigene Jugendarbeit zu kümmern, führte dazu, dass man 1998 (ein Jahr nach dem 25 jährigen Jubiläum) keine Herrenmannschaft mehr zum Spielbetrieb anmelden konnte.

Altersbedingt entschloss man im Hobbybereich (mixed, hier wird gemischt Damen und Herren gespielt) sein Glück. Auf Anhieb wurde man hier Vizekreismeister und spielte auch danach überaus erfolgreich. So errang man drei Vizemeisterschaften, einen dritten Platz und in den beiden letzten Jahren wurde man sogar Gaumeister in den Kreisen HSK und MK. Die erst spät einsetzende Jugendarbeit (ab 1998) durch Michael Feldmann und Werner Ahlers zeigt aber nun die ersten Früchte. Mit guten Platzierungen im Jugendbereich kämpft man sich langsam zur Spitze im HSK zurück.

 
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